Bluthochdruck – Diagnose

toe of a person being massaged
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Aufgrund des häufig symptomlosen Verlaufs von Hypertonie wird eine Diagnose oft erst gestellt, wenn Folgeschäden aufgetreten sind. Charakteristische Beschwerden für zu hohen Blutdruck sind Kopfschmerz nach dem Aufwachen, Schwindel, Übelkeit, Nasenbluten und Abgeschlagenheit. Um diese Symptome einer Hypertonie zuzuordnen, kommen verschiedene diagnostische Mittel zum Einsatz.

Die wichtigste Maßnahme zur Feststellung des Blutdrucks ist dessen Messung. Dies kann durch einen Arzt oder den Patienten selbst erfolgen. Das Phänomen, dass Menschen, die einen normalen Blutdruck haben, bei Messungen durch medizinisches Personal einen erhöhten Blutdruck aufweisen, nennt man umgangssprachlich „Weißkittelhypertonie“. Selbstmessungen oder 24-Stunden-Messungen sind in diesem Fall ergänzend sinnvoll warum. Eine Hypertonie gilt als bestätigt, wenn der Blutdruck bei zwei Messungen an zwei unterschiedlichen Tagen einen Wert von über 140/90 mm Hg hat. Dabei wird bei der ersten Messung der Blutdruck im Idealfall an beiden Armen und Beinen gemessen, um Gefäßveränderungen wie die Verengung der Hauptschlagader auszuschließen.

Die Messung erfolgt mittels einer elektronischen aufpumpbaren Manschette, die am Oberarm angebracht wird und einen Gegendruck zum Blutdruck erzeugt. Dabei befindet sich der Patient nach einer mindestens 5-minütigen Ruhephase in sitzender Position, wobei der Arm so aufgestützt wird, dass sich das Blutdruckmessgerät auf Herzhöhe befindet. Beim Ablassen der in die Manschette gepumpten Luft wird der Blutdruck angezeigt. Die Selbstmessung sollte morgens und abends vor der Einnahme von Mahlzeiten und Medikamenten geschehen und mit einem qualitativ geprüften, dem Armumfang entsprechend passenden Gerät erfolgen wann.

Für die Diagnose von Bluthochdruck sind neben der Blutdruckmessung die Krankengeschichte und die genauen Lebensumstände von Bedeutung. Dabei helfen vor allem Angaben zum Körpergewicht, der sportlichen Betätigung und der Essgewohnheiten. Vorerkrankungen, die im Zusammenhang mit Bluthochdruck stehen können, sind beispielsweise Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Nierenkrankheiten.

Das Risiko für Folgeschäden – insbesondere kardiovaskulärer Erkrankungen – ist bei Hypertonie hoch. Daher sind bei der Diagnostik von Bluthochdruck weitere Untersuchungen sinnvoll, die eventuell bereits eingetretene Folgeschäden dokumentieren und deren Risiken abwägen. Dazu gehören die Bestimmung von Blutfetten und –zucker und die Untersuchung der Nierenwerte sowie des Urins. Besteht der Verdacht auf eine sekundäre Hypertonie, kommen Untersuchungen des Augenhintergrundes, ein Elektro-Kardiogramm (EKG), der Ultraschall von Herz und Nieren und die Hormonanalyse zum Einsatz.

Die Langzeitblutdruckmessung ist eine sinnvolle Methode um herauszufinden, ob der Blutdruck chronisch erhöht ist oder ob die Hypertonie Schwankungen unterliegt. Hierbei wird über 24 Stunden eine Manschette am Arm getragen, die den Blutdruck in regelmäßigen Abständen automatisch misst. Wichtig ist, dass die untersuchte Person ihren normalen Alltagsbeschäftigungen nachgeht, um eine authentische Belastungs- und Entspannungssituation herzustellen.

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