Tagungsberichte

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13./14.2.2008, Göttingen, Institut für Medizinische Mikrobiologie

Die 41. Jahrestagung der Arbeitsgruppe „Klinische Mykologie“ der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft (DMykG) fand vom  13. bis zum 14.02.2009 am Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universitätsmedizin Göttingen statt. Prof. Dr. Margarete Borg-von Zepelin (Mühlhausen) und PD Dr. med. Michael Weig (Göttingen) hatten, wie im letzten Jahr, die Leitung dieser Tagung inne. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeitsgruppentagung wurde auf verschiedene Aspekte der mykologischen Labordiagnostik insbesondere auf den Stellenwert molekularbiologischer Verfahren gelegt. Weiterhin wurden interessante Kapitel  und diskussionswürdige Fallbeiträge aus der klinischen Mykologie besprochen.

Den vollständigen Bericht können Sie hier herunterladen.

 

8.2/9.2.2008, Göttingen, Institut für Medizinische Mikrobiologie

Die 40. Jahrestagung der Arbeitsgruppe „Klinische Mykologie“ der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft (DMykG) fand vom 08. bis zum 09.02.2008 in Göttingen am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Kreuzbergring 57, statt. Prof. Dr. Margarete Borg-von Zepelin und PD Dr. med. Michael Weig hatten, wie im letzten Jahr, die Leitung dieser Tagung inne. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeitsgruppentagung wurde dieses Mal auf verschiedene Aspekte von Labordiagnostik, neue therapeutische Ansätze und etabliertere antimykotische Therapieformen von Pilzinfektionen gelegt. Zudem wurden diskussionswürdige Fallbeiträge aus dem klinisch-mykologischen Alltag und Ergebnisse zur Epidemiologie von Pilzinfektionen in Deutschland ausgiebig besprochen.

Den vollständigen Bericht von Margarete Borg-von Zepelin und Michael Weig können Sie hier herunterladen: Tagungsbericht Arbeitsgruppe „Klinische Mykologie“.

Wir haben Ihnen den vollständigen Bericht zur 18. Tagung der Arbeitsgemeinschaft „Mykologische Laboratoriumsdiagnostik“ zum Download hinterlegt.

Laden Sie sich hier den vollständigen Tagungsbericht als PDF-Datei.

Die 39. Jahrestagung der Arbeitsgruppe „Klinische Mykologie“ der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft (DMykG) fand am 09-10.02.2007 in Göttingen am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Kreuzbergring 57, statt. Herr Prof. Rüchel hatte bei der letzten Tagung die Leitung dieser Arbeitsgruppe in die Hände von Prof. Dr. Margarete Borg-von Zepelin und Dr. med. Michael Weig übertragen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeitsgruppentagung wurde diesmal auf verschiedene Aspekte von Pilzinfektionen in der Intensivmedizin gelegt. Zudem wurden diskussionswürdige Fallbeiträge aus dem klinisch-mykologischen Alltag und Ergebnisse neuer mykologischer Forschungsthemen durch die Arbeitsgruppe ausgiebig besprochen.

Zu Beginn berichtete Silvia Schauder (Göttingen)  über ausgesuchte Fälle von Infektionen verursacht durch Mikrosporum audouinii, einem anthrophilen, hochkontagiösen Dermatophyten, der schon seit dem 18. Jhdt. bekannt ist. Infektionen durch diesen Pilz wurden in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit in der Regel aus afrikanischen Ländern importiert. Die vorgestellten Fälle wurden im Gegensatz dazu in einer dermatologischen Praxis in Göttingen bei Patienten ohne Auslandsanamnese gefunden. Möglicherweise muss in Deutschland zukünftig vermehrt mit Infektionen durch M. audouinii gerechnet werden. Als Ursache  wurden eine allgemein hohe gesellschaftliche Mobilität und die Tatsache, dass Deutschland  als Einwanderungsland anzusehen ist, diskutiert.

Reinhardt Rüchel (Göttingen) berichtete über „zwei unterschiedliche Schimmelpilze aus demselben Bronchialsekret“, die bei einer Patientin mit Mukoviszidose isoliert worden sind. Anlässlich eines bronchitischen Schubes war diese Pilzbesiedlung aufgefallen.  Die Pilze wurden nach der primären Kultur morphologisch differenziert. Es handelte sich um Scedosporium apiospermum und  um Graphium enmorphum, was mittels DNA-Amplifikation und nachfolgender Sequenzanalyse bestätigt wurde. Die gemeinsame perfekte Form beider Synanmorphe, Pseudallescheria boydii, wurde auch in dieser Patientin nie gesehen. Eine mögliche Bedeutung beider synanamorphen Formen für die Pathogenese von Lungen-Infektionen bei Patienten mit Vorschädigungen  wurde in der Arbeitsgruppe diskutiert.

Frauke Albert aus Erlangen stellte die Fallbeschreibung eines Hirnabszesses durch Neosartorya adagawae vor. Bei einer 64-jährigen bislang gesunden Patientin mit der Erstdiagnose einer AML kam es unter der antileukämischen Therapie zum Auftreten mehrerer größerer Hirnabszesse. Diese wurden drainiert und gespült. In dem aspirierten Abszesseiter konnten mikroskopisch und kulturell Schimmelpilze nachgewiesen werden. Diese wiesen zwar morphologische Ähnlichkeit mit Aspergillus fumigatus auf, allerdings zeigte der Pilz makroskopische und mikroskopische Besonderheiten. Die anschließende molekulargenetische Untersuchung durch Sequenzierung der ITS2-Region wies auf die Zugehörigkeit des Isolates zu Aspergillus section Fumigati hin. Weiterführende Untersuchungen im Centraalbureau voor Schimmelcultures (CBS, Utrecht, NL) ergaben die Identifizierung als Aspergillus-Form von Neosartorya udagawae. Diese Spezies wurde erstmals 1995 aus Erdproben (Brasilien) isoliert und war bislang nicht als humanpathogen beschrieben worden. Unter einer antimykotischen Langzeittherapie, die zunächst mit Voriconazol, später mit Posaconazol durchgeführt wurde, kam es zu einer langsamen Rückbildung der intrazerebralen Läsionen bei der Patientin.

Heinrich Ratz aus Mühlhausen diskutierte den Fall einer 75-jährigen Patientin, bei der  ein Hefepilz im Liquor mikroskopisch vermutet wurde. Die  in Kenia lebende deutsche Patientin hatte sich in Mühlhausen aufgrund einer Herzinsuffizienz, behandeln lassen. In der Vorgeschichte war eine Malaria berichtet worden. Während des stationären postoperativen Aufenthaltes trat dann rezidivierend Fieber auf. Plasmodien waren nicht nachzuweisen. Nachdem die  Patientin das Krankenhaus nach 10 Tagen entgegen ärztlichem Rat verlassen hatte, wurde sie am Folgetag notfallmäßig mit zerebraler Symptomatik und Bewusstseinstrübung eingewiesen. In der Blutkultur und im Liquor wurde ein Methicillin-resistenter S. aureus (MRSA) gefunden. Im mikroskopischen  Präparat des Liquors war zusätzlich eine einzelne Hefezelle zu finden. Kulturell konnten keine Pilze angezüchtet werden, allerdings  ließ sich molekularbiologisch der Verdacht auf Candida im Liquor der Patientin untermauern. Bereits einen Tag nach der Noteinweisung kam es zum Exitus letalis. Die Bedeutung der Candida im Liquor sowie die Grenzen und Möglichkeiten der mikrobiologischen und molekularen Diagnostik  wurde diskutiert.

Ein Schwerpunkt der Tagung war die Diskussion der Bedeutung von  Pilzinfektionen in  der Intensivmedizin:

Um das Problem zu verdeutlichen berichtete Ina Eberhardt (Göttingen) über den Fall eines Patienten, der unerwartet an einer Candida-Sepsis auf einer chirurgischen Intensivstation (ITS) verstorben war. Der 49-jährige männliche Patient kam wegen einer hypertrophen obstruktiven Kardiomyopathie nach einer erweiterten Myektomie auf die ITS. Neben einem Nikotin- und einem Alkoholabusus waren weitere das Herz betreffende Erkrankungen bekannt (Z.n. transkoronarer Ablation, Septumhyperplasie und Z. nach AICD-Implantation). Als nach 36 Tagen der Patient im Multiorganversagen verstarb, wurde durch eine Sektion eine Candida-Sepsis als (bis dahin unbekannte) Ursache identifiziert. Erst in prä-final entnommenen Materialien wurde die Hefe auch kulturell angezüchtet. Fazit: bei unklaren septischen Zuständen an die Möglichkeit einer Pilzsepsis denken.

Rainer Weschle (Göttingen) gab daraufhin eine Übersicht über die Sepsis und deren Ursachen aus intensivmedizinischer Sicht und stellte die aktuellen Leitlinien zur Therapie der Sepsis vor. Weschle betonte, dass das häufig auftretende „Systemic Inflammatory Response Syndrome (SIRS), dessen Ursachen vielfältig sein können, abzugrenzen ist von der schweren Sepsis und dem septischen Schock.  Zum Erregerspektrum der Sepsis gehören neben gram-positiven und gram-negativen Bakterien in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend Pilze, hier vor allem Candida- und in geringerem Maße Aspergillus-Spezies. Zu den Risikofaktoren für invasive Pilz-Infektionen zählen Faktoren, die häufig bei ITS-Patienten anzutreffen sind. Die AG diskutierte daraufhin Bausteine der adäquaten Diagnostik und Therapie der pilzbedingten Sepsis.

Frauke Mattner aus Hannover berichtete über invasive Schimmelpilzmykosen (IM) bei Intensivpatienten. Sie gehören zu den gefürchteten Komplikationen nach Lungentransplantation (LuTx) und sind bei dieser Patientengruppe mit einer sehr hohen Mortalität assoziiert. Die Inzidenz der IM beträgt dort bis zu 10%. Die meisten IM treten in der postoperativen Phase auf. Bemerkenswerterweise entwickeln sich IM bei den transplantierten Patienten nicht überwiegend als pulmonale Mykosen, sondern führen häufig zu destruierenden Bronchitiden oder invasiven zerebralen Mykosen. Die einzelnen Krankheitsbilder wurden daraufhin eingehend vorgestellt und diskutiert. Frauke Mattner arbeitete fünf wichtige Punkte im Umgang mit IM bei Lungentransplantierten heraus: (i) die Patientgruppe benötigt eine erhöhte Aufmerksamkeit in Hinblick auf IM (II) bei Verdacht muss eine konsequente Diagnostik durchgeführt werden, (iii) eine rechtzeitige antimykotische Therapie entscheidet über den Therapieerfolg, (iv)  präventive Maßnahmen haben eine sehr hohen Stellenwert und (v) nur interdisziplinäres Handeln führt zum Erfolg. Die Prävention einer IM bei Lungentransplantierten Patienten sollte eine eventuell vorhandene Prä-Tx-Besiedlung erfassen und eine antimykotische Chemotherapie und eine Expositionsprophylaxe in der peri- und postoperativen Phase mit einschließen. Da zurzeit nur wenig gesicherte Daten zu IM in Lungentransplantierten aus verschiedenen Transplantationszentren vorliegen, ist es wünschenswert, eine umfassende multizentrischen Datenbank für diese Patientengruppe zur Klärung vieler offenen Fragen anzulegen.

Volker Schmidt aus Leipzig zeigte neue Ansätze und Strategien in der Therapie von Schimmelpilzmykosen auf, die nun bei Intensivpatienten zur Verfügung stehen. Schmidt betonte, dass die therapeutischen Möglichkeiten in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Neben neuen Lipidformulierungen des Amphotericin B,  sind neue Antimykotika, z.B Azole mit erweitertem Wirkspektrum oder die zellwandwirksamen Echinocandine hinzugekommen. Das Wirkungsspektrum und die Lücken der einzelnen Substanzen, sowie die bislang aufgetretenen Nebenwirkungen wurden dargestellt und in der Arbeitsgruppe diskutiert. Zudem wurden aktuelle Antimykotika-Therapiestudien, die sich schwerpunktmäßig mit intensivpflichtigen Patienten befassen, besprochen.

Den aktuellen Stand der Möglichkeiten bei der in vitro Empfindlichkeitsprüfung von Sprosspilzen und Hyphomyzeten fasste Arno Schmalreck (MBS München) zusammen.  Sowohl standardisierte Methoden zur Agardiffusionstestung als auch Mikro- und Makrodilutionsmethoden stehen für Pilze mittlerweile zur Verfügung. Diese wurden vom Clinical and Laboratory Standards Institute (CLSI), dem European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) und dem Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN) erarbeitet.  Allerdings fehlen für die modernen Breitspektrum-Azole und die Echoncandine bislang klinisch verwertbare Breakpoints.

Seit dem Juli 2004  werden epidemiologische Daten zur Candidämie in Deutschland vom Nationalen Referenzzentrum für Systemische Mykosen in Göttingen erhoben. Margarete Borg-von Zepelin (Göttingen) berichtete in einem Update über den derzeitigen Stand und die Entwicklung dieser Studie mit mittlerweile 59 teilnehmenden deutschen Laboren. Das Spektrum der eingegangenen Pilzspezies aus primär sterilen Materialien hat sich in den letzten Jahren nur wenig verändert. C. albicans wird am häufigsten isoliert, gefolgt von C. glabrata, C. parapsilosis und C. tropicalis. Die Resistenzlage gegenüber den Azolen ist in Deutschland nach wie vor relativ günstig. Ein Vergleich des wegen seines geringen Arbeitsaufwandes häufig eingesetzten E-Tests mit der vom CLSI als Standard vorgeschlagenen Mikrodilutions-Methode zur Testung der Resistenz von Hefen gegen Antimykotika, zeigte, mit Ausnahme von C. glabrata, eine gute Korrelationen zwischen beiden Testverfahren.

Regine Horré aus Bonn berichtete über die Ergebnisse der „Working Group on Pseudallescheria / Scedosporium Infections“ (PSI) der European Confederation of Medical Mycology (ECMM) aus den letzten Monaten. (I) Aufgrund molekular-biologischer Untersuchungen wurden neue Spezies und Subspezies beschrieben, die sich in der in vitro Resistenztestung gegenüber antimykotischen Substanzen deutlich unterschieden. Scedosporium aurantiacum sp. nov., welches ein gelbes Pigment bilden kann, zeigte die höchste Resistenzrate. (II) Weiterhin wurden Untersuchungen zum natürlichen Vorkommen von Scedosporien in der Umwelt mittels eines neuen Selektivmediums präsentiert. Diese belegten die These, dass das Vorkommen dieser Pilze in von Menschen unbelasteten Gebieten selten ist und mit zunehmender industrieller Belastung proportional korreliert. (III) Es sind mittlerweile eine Reihe von Fallberichte nach Beinah-Ertrinken, auch in Zusammenhang mit Tsunami publiziert und weiterhin Fallberichte und Studien zum Vorkommen bei Patienten mit Zystischer Fibrose und disseminierte Infektionen nach Lungentransplantationen. (IV) Regine Horré präsentierte weiterhin eine  Analyse von 688 Fallberichten zu Pseudallescheria boydii (526) und zu Scedosporium prolificans
(162) Sie verglich die Schwere und den Ausgangs dieser Infektionen durch diese Pilze. Die Databank für diese Infektionen ist anwenderfreundlicher geworden und auf das  das diesjährige  Arbeitsgruppentreffen am 7./8. Juni in Angers wurde hingewiesen.

Über die Frequenz der Produktion des sekundären Metaboliten Gliotoxin durch Aspergillus spp. und Candida spp. wurde von Claudio Kupfahl (Mannheim) vorgetragen. Die von anderen Arbeitsgruppen erhobenen Daten über diesen potenziellen Virulenzfaktor bei Aspergillus konnten bestätigt werden. Bei Hyphenwachstum von  A. fumigatus wird Gliotoxin regelhaft und in signifikanten Mengen produziert. Die Frequenz und das Ausmaß der Gliotoxinproduktion bei weiteren klinisch bedeutsamen Aspergillus spp. ist allerdings gering. In den untersuchten Candida spp. konnten keine Hinweise auf eine Gliotoxinproduktion gefunden werden. Dieser Befund ist in Übereinstimmung mit der Tatsache, dass sich ein der Situation bei A. fumigatus ähnelndes, Gliotoxin-Gencluster im Genom von C. albicans nicht nachweisen lässt.

Die Zellwand humanpathogener Hefen stellt eine für die Therapie und die Diagnostik von Pilzinfektionen herausragende Struktur dar de.wikipedia.org. Michael Weig (Göttingen) gab einen Überblick über die Forschungsergebnisse seiner Arbeitsgruppe, welche sich mit der Struktur und Funktion der Zellwände von C. albicans und C. glabrata beschäftigt. Für beide Organismen wurden Modelle der Zellwandarchitektur entwickelt: In ein komplexes 3-dimensionales Netzwerk makromolekular-organisierter Kohlenhydrate sind zahlreichen Zellwandproteine mit unterschiedlichen Aufgaben kovalent eingebunden. Neben Zellwandproteinen mit struktureller Funktion finden sich Enzyme, die wahrscheinlich eine tragende Rolle in der Morphogenese spielen. In humanpathogenen Hefen wurden zudem Adhäsionsmoleküle und andere wichtige Virulenz-assoziierte Proteine gefunden. Albert de Boer stellte Ergebnisse aus funktionellen, molekularen Studien der identifizierten Zellwandproteine CaPga29p (Candida albicans) und CgCwp1p (Candida glabrata) vor. In einem Modell der oralen Kandidose verursachten C. albicans Pga29p Deletions-Mutanten deutlich weniger Gewebeschäden als der Wildtypstamm. Dieser Befund korrelierte mit der beobachteten, deutlich reduzierten Expression von Zytokin-kodierenden Genen (GM-CSF, TNF-alpha und IL-8) des oralen Epithels bei Infektion mit der Pga29p Deletionsmutante. In C. glabrata stellt das Protein Cwp1p einen wesentlichen Baustein der Zellwand dar. Im Vergleich mit dem Wildtypstamm sind die C. glabrata Cwp1p Deletionsmutanten empfindlicher für das Enzym -1,3 Glukanase. Dieser Befund könnte entweder durch eine geschwächte Proteinschicht in den Mutanten, oder durch eine veränderte Zellwandarchitektur erklärt werden. Makrophagen erkennen Pilze über verschiendene Rezeptoren, u.a. dem Dektin-1 Rezeptor der das -1,3 Glukan der Zellwand bindet. Indirekt lässt die veränderte Interaktion der Mutanten mit Makrophagen auf eine immunmodulierende Funktion der Zellwandproteine schließen. Herr Oliver Bader berichtete über Versuche, die zeigen sollen, ob die pilzliche Zellwand  bei der Ausbildungen klinisch relevanter Resistenzen gegenüber gängigen Antimykotika beteiligt sein kann. Dafür wurden annähernd 100 klinische Isolate von Candida glabrata zunächst auf bekannte Resistenzmechanismen hin untersucht. Es zeigte sich, dass in hochresistenten Isolaten (MIC90 > 32 für Fluconazol) ein durch Transportproteine vermittelter unspezifischer Efflux den Hauptmechanismus darstellt. In Isolaten mit intermediärer Resistenz dagegen konnte kein erhöhter Efflux beobachtet werden, so dass diese Stämme nun systematisch auf Zellwandveränderungen hin untersucht werden. Des Weiteren wurde über den Zusammenhang von Karyotyp und Zellwandaufbau berichtet: Bei isogenen Wildtypstämmen lassen sich Genomaberationen nachweisen, die mit einem veränderten Chitingehalt der Zellwand korrelieren

Die Arbeitstagung wurde mit 9 Fortbildungspunkten akkreditiert und freundlicherweise unterstützt durch die Fa. Pfizer.
Die nächste Arbeitsgruppentagung wird am 8. – 9. Februar 2008 am Institut für Medizinische Mikrobiologie stattfinden

Prof. Dr. Margarete Borg-von Zepelin                   Dr. Februar 2008 am Institut für Medizinische Mikrobiologie stattfinden

Prof. Dr. Margarete Borg-von Zepelin                   Dr

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